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Die Privat Detektei undercover

Mai 25th, 2009 · No Comments

Ein interessanter Auftrag erwartet die Mitarbeiter einer Privat Detektei, wenn sich ein Unternehmen als Kunde meldet, in welchem Geld unterschlagen wird, oder die Angst besteht, dass geheime Interna das Haus verlassen. Besteht keine andere Möglichkeit, die Sachlage aufzuklären, wird einer der Detektive in das Unternehmen eingeschleust. Er übernimmt die Rolle eines ganz normalen Angestellten, um Kontakt zu allen Mitarbeitern bekommen zu können, und um Einblick in jede Sachlage zu erhalten.

Dieser Undercover Einsatz muss von der Privat Detektei und dem Unternehmen genauestens geplant werden. Es darf er nicht auffallen, dass der Mitarbeiter von seiner Tätigkeit, der scheinbar nachgeht, eigentlich gar keine Ahnung hat. Ein Buchhalter, der keine Ahnung von den Begriffen aus der Finanzwelt hat, ist sehr unglaubwürdig, und auch als Prokurist braucht man eine Menge Fachwissen, um bei den Kollegen nicht aufzufallen. Es muss also genauestens überlegt werden, an welcher Stelle der Detektiv eingesetzt werden kann, sodass die Tarnung nicht auffliegt, er jedoch wirklich Einblick in die wichtigen Angelegenheiten bekommt.

Es kann eine wichtige Rolle spielen, welcher Angestellte der Privat Detektei diesen Undercover Einsatz übernimmt. Es ist nur dann möglich, Kontakt zu Kollegen knüpfen zu können, wenn das Gesamtbild auch wirklich stimmt. Ist erst ein Grundgerüst geschaffen, auf dem der Detektiv seine Ermittlungsarbeit aufbauen kann, kann es sein, dass einige Wochen vergehen, bis erste Erfolge sich abzeichnen. Gegenüber neuen Kollegen sind die alten Mitarbeiter längst nicht so vertrauensselig, wie man es als Detektiv gerne hätte. Bis man also eine Beobachtung machen kann, muss man einfach für scheinbare Normalität sorgen. Diese Zeit kann man nutzen, um sich auf die Suche nach Beweisen zu machen. Sicher hat der Auftrag geben nichts dagegen, wenn man sich nach Feierabend ein wenig auf den Schreibtischen der Mitarbeiter umsieht, oder sich in deren Computer einloggt. So kann grundsätzlich schon einmal ein Anfangsverdacht bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Bevor der Sachverhalt nicht komplett aufgelöst und der Missetäter überführt ist, ist der Einsatz des Privatdetektivs nicht beendet. Erst wenn bekannt ist, wer die Informationen aus der Firmenpolitik zur Konkurrenz trägt, oder wer sich jeden Monat eine Summe aus dem Budget des Unternehmens abzweigt, dürfen die Ermittlungen nicht eingestellt werden. Der Detektiv muss sowohl dem Auftraggeber, als auch der Privat Detektei, der welcher er eigentlich angestellt ist, auf Anfrage Rechenschaft abgeben. Eine Änderung der Taktik kann so besprochen werden.

Wie die Abrechnung zwischen der Privat Detektei und dem Kunden erfolgt, ist von Fall zu Fall verschieden. Da diese Einsätze oft mehrere Wochen oder sogar Monate dauern können, wird bestimmt eine Lösung gefunden, die für die Detektei und den Kunden akzeptabel ist. Verschwiegenheit aller Parteien ist hier das wichtigste Prinzip. Ist die Tarnung des Detektivs erst einmal aufgeflogen, macht ein weiterer Einsatz keinen Sinn mehr. Dann war das ganze Unterfangen umsonst, was vor allem für den Kunden sehr ärgerlich wäre.